Bekanntermaßen stehen der medizinische Versorgungsbedarf und das Angebot an Versorgungsmöglichkeiten in einem Missverhältnis. Etliche Kassensitze sind unbesetzt, so dass sich die Patienten auf immer weniger niedergelassene Ärzte verteilen. Auch wir haben mehr Terminanfragen, als wir kurzfristig behandeln können. Dabei ist die Anzahl der Patienten, die wir vergütet bekommen, pro Quartal begrenzt. Auch die Menge der anzubietenden Sprechstunden für gesetzlich Versicherte Patienten ist geregelt. Für Facharztpraxen wie diese Praxis hier, sind dies 25 Stunden pro Woche.
Um dem Bedarf etwas gerechter zu werden, bieten wir zur Zeit noch 26 Stunden Öffnungszeit in der Woche. Hinzu kommen noch Haus- und Heimbesuche, die in den 25 Stunden eigentlich schon beinhaltet sind, von uns aber zusätzlich erbracht werden. Um in Zukunft weitere Zeit für gesetzlich versicherte Patienten in der regulären Öffnungszeit freizuräumen, bieten wir ab sofort eine separate zusätzliche Sprechstunde für Selbstzahler an. Die anstehende Gesundheitsreform lässt bisher noch nicht bezifferbarte Einnahmeausfälle befürchten. Somit ist es wahrscheinlich, dass entsprechend der verringerten Einnahmen auch die Sprechstundenzeiten für Kassenpatienten auf das geforderte Maß von 25 Stunde pro Woche inklusive Hausbesuchen reduziert werden muss. Die Selbstzahlersprechstunde wird dann erweitert werden.